Ende der Krise auf schleswig-holsteinischem Immobilienmarkt für Kapitalanlagen in Sicht

Kiel, 01.03.2010 - Auf dem schleswig-holsteinischen Immobilienmarkt für Kapitalanlagen zeichnet sich ein Ende der Krise ab. „Wir verzeichnen eine steigende Nachfrage nach vermieteten Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern", stellt Carsten Stöben, Geschäftsführer des landesweit arbeitenden Immobilienunternehmens Otto Stöben in Kiel, fest. Der Markt für Kapitalanlagen war durch die weltweite Wirtschafts- und Immobilienkrise zum Erliegen gekommen. „Jetzt springt er wieder an", so Stöben. In den vergangenen Monaten hätten institutionelle Anleger, aber auch Privatanleger, ihre Investitionen zurückgehalten. „Viele Anleger haben vor dem Hintergrund der Krise abgewartet und wussten nicht, in welche Produkte sie investieren sollen", betont Stöben.

Immobilien in Deutschland und damit auch in Norddeutschland hätten gezeigt, dass sie krisensicher und damit lohnende Kapitalanlagen sind, so der Immobilienmakler. Vor allem größere Privatanleger kaufen nach seinen Worten derzeit Mehrfamilienhäuser mit bis zu 20 Wohneinheiten. Diese Investoren verfügten über viel Eigenkapital und seien daher von Problemen bei Finanzierungen nicht betroffen. Auch zahlreiche institutionelle Anleger verfügten über hohe Geldreserven, da sie in den vergangenen Monaten kaum investiert hätten. Schwieriger sei die Lage für Anleger mit wenig Eigenkapital, da die Banken Kredite seit der Immobilienkrise sehr viel restriktiver vergeben würden. Teilweise verlangten Banken bis zu 30 Prozent Eigenkapital. Manche Objekte, beispielsweise Kapitalanlagen auf dem Kieler Ostufer, seien in den vergangenen Monaten überhaupt nicht finanziert worden.

Nach Worten von Stöben ist auch der Privatimmobilienmarkt im Frühjahr in Bewegung geraten. „Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern bis zu 200.000 Euro ist sehr hoch", sagt Stöben. „Wir könnten mehr Immobilien verkaufen, als wir im Angebot haben". Allerdings rechnet der Immobilienmakler nicht damit, dass die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern in den nächsten Monaten stark steigen werden. Da die Preise im vergangenen Halbjahr gesunken seien, hielten viele Verkäufer von privaten Immobilien ihre Angebote noch zurück. „Diese Angebote werden aber in den nächsten Wochen auf den Markt kommen, es könnte zu einer regelrechten Angebotsschwemme kommen, die auf die Preise drückt", so Stöben.




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