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14.12.2009

Den richtigen Käufer finden!


Wer kennt den Spruch nicht: „Jeden Tag komme am Bahnhof ein Dummer an!" - gemeint ist hier offensichtlich, dass sich das Warten auf den Einen lohnt, der die Fehler und Mängel sowie den überhöhten Preis akzeptiert und sich über den Kauf sogar noch freut.

Zum Glück ist dies nur ein Spruch. Dennoch birgt er eine Wahrheit! Es gibt sie immer wieder, die Hausverkäufer, die allen Ernstes glauben, dass es doch den Einen geben muss, der die schwierige Lage, den ungenügenden Pflegezustand und den großen Renovierungsstau übersieht, um dann den völlig überhöhten Kaufpreis zu zahlen!
Wenn der Hausbesitzer nun selbst sein „geliebtes" Objekt am Markt anbietet oder sogar ein Makler dieses tut, geschieht nichts - zumindest nicht der gewünschte Kaufabschluss. Oft dauert es nun Monate und Jahre, bis sich etwas bewegt. Das Haus „verbrennt" am Markt und mögliche Käufer beobachten insgeheim den beständig sinkenden Preis. Irgendwann wird dann nach 3-4 Jahren aus Verzweiflung zum schlechten Preis verkauft - oder das Haus behalten.

Dabei ist es doch so einfach! Wenn wir zu einem festlichen Ball eingeladen sind, lassen wir uns bei der Abendgarderobe von Fachleuten beraten und ziehen uns hübsch an. Wir duschen vorher und machen die Fingernägel sauber. Das Haar wird vom Friseur geschnitten und frisch gekämmt. Das richtige Parfüm sorgt für einen angenehmen Duft. Man freut sich, uns zu sehen - es wird sicher eine schöne Feier! Das wenden wir gekonnt und selbstverständlich an. Jeder Mensch schaut regelmäßig und gern in den Spiegel - um sich zu sehen und zu „überprüfen", ob das Erscheinungsbild schön ist. Versetzen wir uns einmal in die Lage eines Hauskäufers. Es ist wahrscheinlich die größte und wichtigste Entscheidung seines Lebens - für sich und seine Familie. Er will einen seriösen und gepflegten Eindruck machen - Bonität fängt beim Auftritt an! Und Ihr Haus? Wie sieht es da mit der „Bonität" aus? Ist die „Müllecke" im Garten weg - oder sehen Sie diese schon gar nicht mehr? Wie sauber sind die Fensterscheiben und riecht man noch in der Küche den Duft des griechischen Essens vom Vorabend? Stapeln sich die alten Fernsehzeitungen im Wohnzimmer und ist im Keller der Heizungsraum nur durch einen schmalen Gang erreichbar? Gehen Sie mit einem „Spiegel" durch Ihr Haus - wie würden Sie die „Sachen" sehen, wenn es das Haus eines anderen wäre und Sie sind dort zum Fest eingeladen? Würden Sie nicht auch freundlich sein und dann draußen kopfschüttelnd zu Ihrem Partner sagen: „Mein Gott, wie sieht das denn bei dem aus!"

Der Kaufpreis ist die perfekte Summe aller Bestandteile einer Immobilie. Lage, Bausubstanz, Ausstattung, Pflegezustand, Renovierungsstau und insbesondere die Details wie Sauberkeit und Ordnung machen oft erst den entscheidenden Punkt aus! Nur wenn diese Punkte zu 100 % mit den Vorstellungen und Möglichkeiten des Käufers übereinstimmen, ist der Vertragsabschluss zum Greifen nahe und erst möglich! Verschenken Sie nicht Ihre Chancen und vergessen Sie die Hoffnung auf den „einen Dummen" - seien Sie realistisch, fragen Sie Fachleute und bitten Sie diese einmal ehrlich,  ein Urteil abzugeben. Und vor allem sprechen Sie nach jeder Besichtigung mit Ihrem Immobilienmakler, wie sein Eindruck vom Haus und auch von Ihnen selbst war. Nehmen Sie die Ratschläge ernst, selbst wenn der Makler Ihnen rät, bei der nächsten Hausbesichtigung besser einen Kaffee trinken zu gehen... Sie wollen doch verkaufen und nicht verhindern!
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